Abnehmen – die häufigsten Fehler

Abnehmen ist ein lukratives Geschäft und dementsprechend gibt es auch zig Angebote auf diesem Markt. Schnelle Diäten, Superpillen oder fettschmelzende Fitnessgeräte klingen zwar verlockend und vielversprechend, verursachen aber meistens nur ein Loch in der Brieftasche. Wer nicht ein Opfer von Fehlinformationen und leerer Versprechen werden möchte, sollte diese Fehler möglichst vermeiden:

Hungerkuren

Bei einem Radikal-Verzicht aufs Essen wird kaum Fett verbrannt, vielmehr verliert der Körper erst einmal Wasser, dann baut er rapide Muskeln ab. Die Folge von diesen Nulldiäten ist meist der berühmte Jo-Jo-Effekt (Kaum isst man wieder normal, speichert der Körper aus Angst vor einer neuen Hungerphase jede Kalorie, jedes Gramm Fett, und schnell wiegt man mehr als vor der Diät). Hunger ist der Diät-Feind Nummer eins. Zudem ist es beim abnehmen wichtig, das Gefühl für den Unterschied zwischen echtem Hunger und Appetit zu entwickeln

Diät-Pillen

Sie enthalten häufig Inhaltsstoffe, die gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen auslösen können. Zudem sind die angepriesenen Fettkiller-Eigenschaften wissenschaftlich nicht belegt, die Pillen aber dafür meistens überdurchschnittlich teuer.

Nur die Waage zählt

Wer sich täglich wiegt, kann schnell enttäuscht werden, wenn sich die Zahl nicht schnell genug ändert, obwohl die Regeln eingehalten werden. Gewicht wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, unter anderem auch dem Flüssigkeitshaushalt oder wie viel Nahrung sich noch im Verdauungstrakt befindet. Das Gewicht kann am Tag um etwa 1,5 Kilogramm schwanken. Bei Frauen spielen weitere Faktoren wie ein veränderter Hormonspiegel, der zu erhöhter Wassereinlagerung führen kann und sich somit als Mehr auf der Waage spiegelt, eine Rolle. Die Zahl auf der Waage hängt auch davon ab, ob Muskeln durch Krafttraining aufgebaut werden. Denn während eines Muskelwachstums wird zwar Fett verbrannt, jedoch ist dies auf der Waage nicht unbedingt zu sehen, denn Muskeln sind schwerer als Fett.

Falsche Ziele

Man sollte ein möglichst klares Bild davon zu haben wie man aussehen will, denn Gewicht alleine ist nicht gleichzusetzen mit dem körperlichem Zustand. Will man stark und sportlich fit oder spindeldürr, und schwach sein? Jeder gesunde Hausverstand beantwortet diese Frage von selber, und ersteres wird mit zunehmendem Alter auch immer wichtiger. Die Medien sind voll mit irreführenden Schönheitsidealen und gerade im Internet geistern Programme herum, die vollkommen unrealistisch und irrführend sind. Lassen Sie sich von einem Experten beraten, was für sie am besten ist und funktioniert.

Ungesunde Nahrung und fehlende Nährstoffe

Es geht nicht nur um die richtige Zufuhr der Kalorienmenge, sondern vielmehr darum, wie diese verteilt ist (Markronährstoffe) und was darin enthalten ist (Mikronährstoffe). Die Schwierigkeit dabei liegt meist darin, genau zu wissen, was man essen sollte um dabei die richtigen Nährstoffe aufzunehmen, die der Körper in der Abnehm-Phase (auch meist eine Entgiftungs-Phase) braucht. Hierzu gibt es natürlich viele verschiedene Ansätze und Theorien von Ernährungsformen. Am besten aber man fängt an sich die Nährwertangaben von Lebensmitteln genau anzusehen und die Inhaltsstoffe sowie die Nährwertangaben zu lesen. Wichtig dabei ist, dass der Zuckergehalt und Kohlehydratanteil in jeder Mahlzeit so gering wie möglich sein sollte. Gesunde Fette hingegen sind gut für den Körper und fördern die Fettverbrennung.

Die falsche Dosis Sport

Viele machen den Fehler sich stundenlang mit Joggen oder Walken zu quälen, vergessen aber dass sie das Ganze täglich machen und gleichzeitig die Kalorienzufuhr reduzieren sollten. Zwar wird durch Sport der Energiestoffwechsel erhöht, aber nicht so stark, wie man vielleicht denkt. Während des Sports kommt es immer zuerst zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels. Dieser wird dann ruhigen Gewissens mit einem zuckerhaltigen Getränk oder Snack wieder ausgeglichen und somit auch das Gehirn belohnt. Viele überschätzen auch gerne den eigentlichen Kalorienverbrauch während einer Sporteinheit und stopfen sich danach wieder mit Schokolade voll. Das führt dazu dass die Fettdepots kaum oder gar nicht abgebaut werden. Sport in Kombination mit einem Kaloriendefizit ist zwar eine Gute und wirksame, für die meisten Menschen aber eine nicht durchführbare Methode, denn für diesen Weg bedarf es sehr viel an Motivation an eiserner Disziplin. Es gibt aber noch andere Methoden um erfolgreich abzunehmen. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Reinhard Gossner

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