Archiv der Kategorie: Körper & Gesundheit

Gesundheit bedeutet auch einen gesunden Lebensstil zu führen

erfolgreich abnehmen

Unter erfolgreichem Abnehmen versteht man das Erreichen und Erhalten seines Idealgewichtes, mit dem Ziel, alle Körperfunktionen und Vitalwerte wieder in eine gesunde Balance zu bringen. Denn, was nützt die Zahl auf der Waage, wenn man nicht auch fit und gesund ist? Hierfür gibt es natürlich viele Varianten, Konzepte, Ernährungsformen etc. Sie alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, deshalb beschränke ich mich auf das Thema Stoffwechsel und meine eigenen Erfahrungen.

Wie wir alles wissen, sind Sport, Bewegung und eine gesunde Ernährung wichtig und unerlässlich um sich auf Dauer schlank, fit und gesund zu halten. Für die meisten übergewichtigen Menschen, die mit dem abnehmen beginnen wollen, ist dieser radikale Wechsel des Lebensstils aber auch leider oft zu viel des Guten. Denn, um rein durch sportliche Aktivität abzunehmen, müsste man konsequent eine ganze Menge Sport machen, und dabei die Kalorienzuführ richtig dosieren (meist reduzieren). Die Realität ist aber, dass die meisten Menschen diese Vorgaben auf Dauer nicht umsetzen können, da der innere Schweinehund meist stärker ist als die Konsequenz und der Wille. Mit diesem Problem kämpfen heute Mediziner, Ernährungsberater und Trainer. Stark übergewichtige Menschen sind oft auch erst gar nicht in der Lage Sport zu betreiben, denn das hohe Gewicht beeinträchtigt die Bewegung und schädigt die Gelenke. Und dann gibt es noch jene, die trotzt Sport und gesunder Ernährung mit überschüssigen Kilos und hartnäckigen Fettdepots kämpfen. Der Hauptgrund allen Übels ist in den meisten Fällen eine beeinträchtige Funktion des Stoffwechsels, hervorgerufen durch ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung. Der Stoffwechsel umfasst viele körperliche Prozesse, und hat u.a. die Aufgabe die Nahrung effizient zu verdauen, in brauchbare Nährstoffe aufzuspalten und diese in brauchbaren Brennstoff für die Zellen bereitzustellen (Energiestoffwechsel). Wer also erfolgreich abnehmen möchte, der sollte seinen Fokus zu Beginn primär auf eine richtige und gesunde Ernährung – oder Ernährungsumstellung legen. Dies klappt am besten damit, indem man (systematisch und nach Plan) schlechte Nahrung weglässt und gleichzeitig aber die richtige feste und flüssige Nahrung zu sich nimmt, dabei den Darm saniert (damit dieser wieder richtig arbeiten und Nährstoffe aufnehmen kann) und den Körper mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Einlagerung in Fettzellen stimulieren, fördern Omega-3-Fettsäuren den Abbau der Fette aus den Fettzellen und helfen so beim Abnehmen. Mikronährstoffe steuern die Produktion und Ausschüttung der Stoffwechselhormone, regeln die Energieproduktion in den Zellen und sind wichtig für die Entsorgung nicht mehr benötigter Fettzellen. Ein ganz wichtiger Punkt beim dauerhaften Abnehmen ist eben der Abbau nicht mehr benötigter Fettzellen, denn werden diese Fettzellen nicht abgebaut, so füllen sie sich ganz schnell wieder. Und natürlich viel Wasser trinken, mind. 2 Liter Leitungswasser pro Tag. Das reine Wasser ist wichtig für den Abtransport der gelösten Schlacke und Giftstoffe.

Durch eine sanfte und langfristige Regulierung (Entzuckerung, Entsäuerung, Entgiftung etc.) und Stabilisierung kann der Körper (Organe, Zellen etc.) entgiften und sämtliche Stoffwechselvorgänge regulieren. Der Effekt einer solchen Stoffwechselregulierung ist, dass man den innerlichen Müll entsorgt und seine Fettdepots abbaut, ohne dabei den Körper einer Stresssituation auszusetzen und einen Jo-Jo-Effekt zu riskieren. Erwünschte Nebeneffekte sind oft ein erhöhtes Energielevel und ein gesteigertes physisches und psychisches Wohlbefinden. Erfahrungsgemäß hat man dann auch wieder mehr Lust auf Sport und Bewegung und ab diesem Zeitpunkt sollte man langsam aber stetig mit dem Training beginnen.

Eine Stoffwechselregulierung funktioniert aber leider nicht von heute auf morgen, denn Sinn und Zweck eines solchen Prozesses ist es den Körper langsam aber stetig umzugewöhnen, mit dem Ziel, die neuen Gewohnheiten beizubehalten, eine Rückfälligkeit in alte Muster zu vermeiden (Erreichen und halten des Idealgewichtes) und seine Vitalwerte dauerhaft auf einem gesunden Level zu halten. Die Schwierigkeit liegt bekanntlich darin, ein brauchbares Abnehm-Konzept mit den richtigen Mitteln und Methoden zu finden, welches die genannten Kriterien erfüllt.

Ich empfehle das ACITAVE YOUR BODY  Stoffwechsel – Programm

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Abnehmen – die häufigsten Fehler

Abnehmen ist ein lukratives Geschäft und dementsprechend gibt es auch zig Angebote auf diesem Markt. Schnelle Diäten, Superpillen oder fettschmelzende Fitnessgeräte klingen zwar verlockend und vielversprechend, verursachen aber meistens nur ein Loch in der Brieftasche. Wer nicht ein Opfer von Fehlinformationen und leerer Versprechen werden möchte, sollte diese Fehler möglichst vermeiden:

Hungerkuren

Bei einem Radikal-Verzicht aufs Essen wird kaum Fett verbrannt, vielmehr verliert der Körper erst einmal Wasser, dann baut er rapide Muskeln ab. Die Folge von diesen Nulldiäten ist meist der berühmte Jo-Jo-Effekt (Kaum isst man wieder normal, speichert der Körper aus Angst vor einer neuen Hungerphase jede Kalorie, jedes Gramm Fett, und schnell wiegt man mehr als vor der Diät). Hunger ist der Diät-Feind Nummer eins. Zudem ist es beim abnehmen wichtig, das Gefühl für den Unterschied zwischen echtem Hunger und Appetit zu entwickeln

Diät-Pillen

Sie enthalten häufig Inhaltsstoffe, die gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen auslösen können. Zudem sind die angepriesenen Fettkiller-Eigenschaften wissenschaftlich nicht belegt, die Pillen aber dafür meistens überdurchschnittlich teuer.

Nur die Waage zählt

Wer sich täglich wiegt, kann schnell enttäuscht werden, wenn sich die Zahl nicht schnell genug ändert, obwohl die Regeln eingehalten werden. Gewicht wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, unter anderem auch dem Flüssigkeitshaushalt oder wie viel Nahrung sich noch im Verdauungstrakt befindet. Das Gewicht kann am Tag um etwa 1,5 Kilogramm schwanken. Bei Frauen spielen weitere Faktoren wie ein veränderter Hormonspiegel, der zu erhöhter Wassereinlagerung führen kann und sich somit als Mehr auf der Waage spiegelt, eine Rolle. Die Zahl auf der Waage hängt auch davon ab, ob Muskeln durch Krafttraining aufgebaut werden. Denn während eines Muskelwachstums wird zwar Fett verbrannt, jedoch ist dies auf der Waage nicht unbedingt zu sehen, denn Muskeln sind schwerer als Fett.

Falsche Ziele

Man sollte ein möglichst klares Bild davon zu haben wie man aussehen will, denn Gewicht alleine ist nicht gleichzusetzen mit dem körperlichem Zustand. Will man stark und sportlich fit oder spindeldürr, und schwach sein? Jeder gesunde Hausverstand beantwortet diese Frage von selber, und ersteres wird mit zunehmendem Alter auch immer wichtiger. Die Medien sind voll mit irreführenden Schönheitsidealen und gerade im Internet geistern Programme herum, die vollkommen unrealistisch und irrführend sind. Lassen Sie sich von einem Experten beraten, was für sie am besten ist und funktioniert.

Ungesunde Nahrung und fehlende Nährstoffe

Es geht nicht nur um die richtige Zufuhr der Kalorienmenge, sondern vielmehr darum, wie diese verteilt ist (Markronährstoffe) und was darin enthalten ist (Mikronährstoffe). Die Schwierigkeit dabei liegt meist darin, genau zu wissen, was man essen sollte um dabei die richtigen Nährstoffe aufzunehmen, die der Körper in der Abnehm-Phase (auch meist eine Entgiftungs-Phase) braucht. Hierzu gibt es natürlich viele verschiedene Ansätze und Theorien von Ernährungsformen. Am besten aber man fängt an sich die Nährwertangaben von Lebensmitteln genau anzusehen und die Inhaltsstoffe sowie die Nährwertangaben zu lesen. Wichtig dabei ist, dass der Zuckergehalt und Kohlehydratanteil in jeder Mahlzeit so gering wie möglich sein sollte. Gesunde Fette hingegen sind gut für den Körper und fördern die Fettverbrennung.

Die falsche Dosis Sport

Viele machen den Fehler sich stundenlang mit Joggen oder Walken zu quälen, vergessen aber dass sie das Ganze täglich machen und gleichzeitig die Kalorienzufuhr reduzieren sollten. Zwar wird durch Sport der Energiestoffwechsel erhöht, aber nicht so stark, wie man vielleicht denkt. Während des Sports kommt es immer zuerst zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels. Dieser wird dann ruhigen Gewissens mit einem zuckerhaltigen Getränk oder Snack wieder ausgeglichen und somit auch das Gehirn belohnt. Viele überschätzen auch gerne den eigentlichen Kalorienverbrauch während einer Sporteinheit und stopfen sich danach wieder mit Schokolade voll. Das führt dazu dass die Fettdepots kaum oder gar nicht abgebaut werden. Sport in Kombination mit einem Kaloriendefizit ist zwar eine Gute und wirksame, für die meisten Menschen aber eine nicht durchführbare Methode, denn für diesen Weg bedarf es sehr viel an Motivation an eiserner Disziplin. Es gibt aber noch andere Methoden um erfolgreich abzunehmen. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

Reinhard Gossner

Volkskrankheit Übergewicht

Übergewicht ist in unserer westlichen Welt eines der größten gesellschaftlichen Probleme der heutigen Zeit. Das Gesundheitssystem wird dabei gehörig gefordert, indem es auch immer mehr kranke Menschen infolge von Fettleibigkeit gibt. Der Trend der Fettleibigkeit nimmt weltweit stark zu und auch Österreich wird immer dicker. Aktuelle Studien haben folgendes ergeben: In Städten und Ballungszentren leben tendenziell mehr übergewichtige Menschen als in ländlichen Räumen. Menschen in Beziehungen neigen eher zum Übergewicht als Singles. Vor allem Männer, die zusammen mit Ehefrau oder Freundin leben, sind übergewichtig oder fettleibig. Ledige Frauen sind im Verhältnis zu verheirateten, weniger übergewichtig. Der Trauschein führt allerdings dann doch öfters zum Ausschlag auf der Waage, und so tendieren verheiratete Frauen dann eher zu Übergewicht, als ledige Frauen. Die These, dass der Ehemann für die Kilos verantwortlich sein mag, könnte man allerdings dadurch widerlegen, dass Witwen oft noch übergewichtiger sind. Besonders alarmierend ist aber, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von Fettleibigkeit betroffen sind. Die Hauptgründe für diesen fetten Zustand, den wir heute haben sind in erster Linie eine ungesunder Lebensstil in Form von Bewegungsmangel, falscher Ernährung sowie der Einfluss der Medien. Kinder und Jugendliche verbringen heute viel zu viel Zeit vor dem Fernseher, dem Computer oder mit dem Handy. Das digitale Zeitalter ersetzt heute oft das Spielen und die Bewegung im Freien und bremst das natürliche kreative Denken und Handeln, was für die körperliche und geistige Entwicklung eines Menschen so wichtig wäre. Auch die oftmals fehlende Aufmerksamkeit und Vorbildfunktion der Eltern führt vermehrt dazu, dass Kinder Bewegungsfaul und immer dicker werden. Manche Menschen werden schon mit einer genetischen – adipösen Veranlagung geboren. Das kann passieren, wenn die Eltern bereits adipös waren. Fehlfunktionen von Organen wie z.B. der Schilddrüse können auch zu Übergewicht führen. Die Ursachen können also vielfältig sein. Übergewichtige Menschen haben aber nicht nur rein optisches Problem, sie haben zudem auch ein erhöhtes Risiko, Gelenkschmerzen oder Folgeerkrankungen zu entwickeln. Außerdem sind sie in ihrer Lebensqualität und ihrem Bewegungsspielraum stark eingeschränkt. Der soziale Druck, dem gesellschaftlichen – schlanken – Schönheitsideal zu entsprechen, führt oft zu großen seelischen Belastungen, was wiederum psychosoziale Symptome wie Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle und Isolation durch soziale Ausgrenzung hervorrufen kann.

Body Mass Index

Ab wann gilt man aber als Übergewichtig? Dafür gibt es einen Index, den sogenannten Körpermassenindex, den BMI (engl.: body-mass-index). Der BMI ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Körpergewichts (in kg) und der Körpergröße (in Metern). (siehe abgebildete Grafik). Die Formel zur Berechnung des BMI lautet: BMI = kg: Größe in M². Im Internet finden sich kostenlose BMI Rechner. Der BMI dient aber nur als grobe Einschätzung ob man zu schwer für seine Alter und seine Körpergröße ist, nicht jedoch wie es um seine Körperfunktionen und Vitalwerte steht. Auch nicht wie hoch der viszerale Fettanteil ist, denn Fett ist nicht gleich Fett. Man unterscheidet zwischen dem subkutanen Fett (Unterhautfett, auch weißes Fett genannt) und dem viszeralen Fett (Bauchfett, auch braunes Fett genannt). Das im Bauchraum liegende viszerale Fett ist ein Netzwerk aus unzähligen Fettzellen und kann ein giftiges Stoffgemisch aus Hormonen und Entzündungsmolekülen produzieren, die den gesamten Stoffwechsel lahmlegen können. Mediziner bewerten das Viszeralfett inzwischen sogar als eigenständige, hochaktive Drüse, die zu allem Überfluss auch noch permanent Fettsäuren ins Blut abgibt. Nur können diese von den Körperzellen weder aufgenommen noch verwertet werden und bleiben daher im Kreislauf! Auf Dauer steigt so das Risiko gefährlicher Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Gefäßablagerungen bis hin zum Herzinfarkt und Schlaganfall. Um eine wirklich zuverlässige Einschätzung seines Körpers zu bekommen, sollte man seinen Hausarzt zu Rate ziehen. Mittels verschiedener Messgeräte (z.B. Körperfettmessgerät) kann man einen zuverlässigen Wert berechnen. Deshalb gilt bei übergewichtigen Menschen umso mehr das Prinzip der Prävention in Form eines einer periodischen Gesundenuntersuchung. Außerdem ist es höchste Zeit für die Erziehung eines gesunden Lebensstiles von Kindesalter an zu sorgen. Dieses Thema wird immer wichtiger in Hinblick auf die Herausforderungen die auf die Jungen warten, und sollte vermehrt ein Unterichtsbestandteil in den Schulen sein, denn ein gesunder Geist kann nur in einem gesunden Körper aufblühen, und dieser ist wiederum die Basis um im weiteren Berufsleben leistungsfähig und erfolgreich zu sein. Wie auch immer das Übergewicht zustande gekommen ist, heißt das noch lange nicht dass man diesen Umstand ein Leben lang akzeptieren muss. Der menschliche Körper ist nämlich ein schlauer und äußerst anpassungsfähiger Organismus. Erfolgreich abnehmen ist keine Hexerei, wenn man weiß wie und worauf man dabei achten sollte. Dazu braucht es Zeit, Geduld, eine positive Einstellung und die richtigen Mittel und Methoden.

Gerne helfe ich Ihnen dabei, ihr Übergewicht loszuwerden!

Reinhard Gossner

 

 

Fitness Mythen / Teil 2

Krafttraining ist nur etwas für die Jungen

Falsch, der Körper wächst mit seinen Aufgaben, das gilt auch für ältere Menschen. Wer seinen Körper nicht mehr regelmäßig fordert und fördert, gibt ihn bereitwillig dem Verfall preis und öffnet somit Muskelschwund und Osteoporose Tür und Tor. Korrekt ausgeführtes Krafttraining dient dementsprechend der Gesunderhaltung mindert das Verletzungsrisiko und ist somit eines der wirkungsvollsten Präventivmaßnahmen für alle Altersgruppen.

Wer Muskeln aufbaut, baut automatisch Fett ab

Das wäre schön. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage gleichzeitig Muskeln auf- und Fett abzubauen. Beide Prozesse laufen gegeneinander. Für Muskelaufbau benötigt man einen Überschuss an Kalorien. Liegt der Fokus auf Fettabbau, muss der Körper mehr Kalorien verbrauchen, als er benötigt. Ein verwandter Mythos besagt, dass Fett in Muskelmasse umgewandelt wird und auch umgekehrt. Dies ist falsch, denn z.B. besteht das Bauchfett aus Fettzellen, die Muskeln aus Muskelzellen. Diese Zellentypen können nicht einfach gewechselt werden. Fett wird also nicht in Muskeln umgewandelt, sondern durch muskuläre Aktivität verbrannt. So helfen Muskeln auch beim Abnehmen, denn je mehr Muskulatur trainiert und gefordert wird, desto effektiver die Fettverbrennung

Muskelkater entsteht durch Übersäuerung

Früher wurde angenommen, ein Muskelkater ist das Resultat der Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Laktat). Wäre dies der Fall, wäre der Muskelkater sofort spürbar. Heute weiß man, dass durch muskuläre Überlastung kleine Risse (Mikrotraumata) in den Muskelfasern auftreten, welche zu einer Entzündung des Muskelgewebes führt. Ein sofortiger Schmerz stellt sich nicht ein, da sich innerhalb der Muskelfaser keine Schmerzrezeptoren befinden. Nach etwa 12 bis 24 Stunden beginnt der Körper jedoch, die durch die Mikrotraumata gebildeten Entzündungsstoffe auszuspülen, wodurch sie in Kontakt mit den außerhalb der Muskelfaser liegenden Nervenzellen kommen. Erst dann fühlt man den Schmerz, den wir als Muskelkater bezeichnen und der durchaus schmerzhaft sein kann. Ein Muskelkater entsteht meist bei ungewohnter körperlicher Aktivität wie z.B. beim bergab gehen – oder laufen (Bremsen von Bewegungen – exzentrische Muskelanspannung) deutlich schneller als beim bergauf gehen – oder laufen. (konzentrische Muskelanspannung). Da ein Muskelkater eine Art Muskelverletzung darstellt, sollte man massieren vermeiden, das wäre kontraproduktiv für die Heilung. Da hilft nur abwarten, viel Wasser trinken und passive Regenerationsmaßnahmen wie Saunagänge oder eine Lymphdrainage

Je mehr, desto besser

Regeneration ist essentiell um die Negativfolgen von Übertraining zu vermeiden. Die Gründe dafür, dass beim Training übertrieben wird sind vielfältig. Tendenziell werden hier die meisten Fehler bei der Wahl der Trainingsdauer gemacht. Besonders Anfänger quälen sich oft stundenlang, obwohl mit kürzeren und intensiveren Einheiten wesentlich bessere Erfolge erzielt werden könnten. Dazu kommen oft unrealistische Erwartungen, die dazu verleiten noch härter zu trainieren und so dem Körper wertvolle Regenerationszeit nehmen. Gerade am Anfang sollte man darauf achten dass das Training gut auf die körperlichen Voraussetzungen abgestimmt ist und die Bewegungstechnik geschult wird. Die Erfolge danach werden umso langfristiger sein, wenn man dem Körper die nötige Zeit gibt sich auf die neuen Trainingsreize einzustellen. Wer sich nicht sicher ist sollte sich von einem zertifizierten Trainer beraten lassen, so kann man wertvolle Zeit sparen und zielgerichtet trainieren!

Reinhard Gossner

Fitness Mythen / Teil 1

Je stärker man schwitzt, desto effektiver das Training:

Das wäre schön, aber leider gibt keinen Zusammenhang zwischen der Stärke des Schwitzens und der Effektivität des Trainings. Schwitzen ist kein Indikator für den Grad der Anstrengung, auch nicht der Fettverbrennung, sondern einfach nur eine Reaktion des Körpers, um sich abzukühlen. Wer schnell schwitzt, hat einen gut funktioniernden Stoffwechsel, verbrennt deswegen aber nicht mehr Kalorien.

Bauchtraining gegen Speckrollen:

Sit-ups und Crunches stärken zwar die Bauchmuskulatur – das heißt aber nicht, dass dort auch die leidigen Fettpolster verschwinden, wenn man diese Muskulatur trainiert. Wer zu viel Bauchfett hat und kurzzeitig intensiv trainiert, kann sogar dicker aussehen und an Gewicht zunehmen, denn die Muskeln unter dem Fettgewebe drücken nach vorne. Außerdem kann Fett nicht an gezielten Stellen abgebaut werden, sondern immer nur am ganzen Körper. Fettverbrennung funktioniert am besten mit Kombination aus Ausdauer – und Krafttraining. Voraussetzung ist ein gut eingestellter Stoffwechsel. Nur wenn dieser normal und gut funktioniert, ist eine Fettverbrennung auch effektiv.

Fett verbrennt man nur bei niedriger Intensität oder moderatem Ausdauertraining:

Unser Körper verbrennt vom ersten Schritt an sowohl 1. Glukose (Zucker) als auch 2. Lipide (Fett). Da sich die Glukosespeicher im Laufe des Trainings aber immer weiter leeren, steigt als Ausgleich die Fettverbrennung im Verhältnis zur Zuckerverbrennung an. Mit dem Ergebnis, dass sie nach 20 bis 30 Minuten auf Hochtouren läuft. Wer Fett aber wirklich zum Schmelzen bringen möchte, muss einfach nur darauf achten, Kalorien zu verbrennen. D.h. je intensiver das Training, desto mehr Kalorien werden dabei auch verbraucht. Hierfür eignet sich z.B. ein intensives Ganzkörpertraining am besten. Im Körper laufen dabei während und nach der Belastung Prozesse ab, die einen zusätzlichen Sauerstoffbedarf bedeuten. Neben der erhöhten Sauerstoffaufnahme lässt sich ein erhöhter Energieverbrauch des Körpers feststellen, der vor allem durch die Fettverbrennung gekennzeichnet ist, mit dem Effekt dass nach dem Training immer noch die Fettdepots angegriffen werden. Man nennt dies den Nachbrenneffekt oder EPOC (= engl.: excess postexercise oxygen consumption)

Das Idealbild der Frau und weibliche Angst vor der Masse:

Aus Angst vor zu viel Muskelmasse lehnen viele Frauen das Krafttraining ab. Sie wollen zwar alle schön und schlank sein, aber keine Muskeln haben (zumindest keine Großen.) Aber keine Angst, Frauen produzieren von Haus nicht genug Testosteron, um große Muskelberge aufzubauen. Trainingsformen wie z.B. Bodyforming klingen schon besser, ist allerdings nichts anderes als Krafttraining, es wird nur anders verpackt und verkauft. Superschlank und spindeldürr zu sein ist heutzutage out, der Trend zum neuen Idealbild der modernen Frau ist ein sportlicher Körper. Ein Trend der sehr zu begrüßen ist und hoffentlich auch anhält.

Schwimmen ist gut für den Rücken:

Das stimmt zumindest teilweise, denn Schwimmen stärkt die Rückenmuskulatur, wodurch sich Verspannungen und Fehlhaltungen vorbeugen lassen. Optimal sind dabei aber nur Kraulen und Rückenschwimmen, wenn der Körper also waagrecht im Wasser ist und er der Kopf in Verlängerung der HWS steht. Wenn man den Hals und Kopf beim Brustschwimmen nach oben streckt, strapaziert man die Halswirbel und -Muskeln. Die Folge sind erneut Verspannungen und Verkrampfungen – die man ja eigentlich verhindern wollte. Am besten eignet sich abwechselndes kraulen und Rückenschwimmen.

Laufbänder schonen die Gelenke:

Beim Laufen drückt das Gewicht des Körpers immer auf die Gelenke, egal ob man auf dem Laufband, im Gras, auf dem Asphalt oder im Wald läuft. Um diese Belastung zu reduzieren, sollte man das Training variieren und Ausdauertraining auch mal auf dem Fahrrad, am Stepper oder an der Rudermaschine absolvieren. Voraussetzung für ein gesundes, ausdauerndes Laufen ist eine stabile Core- und Rumpfmuskulatur. Wer generell zu Problemen mit den Gelenken neigt, sollte sich überlegen, ganz auf das Lauftraining zu verzichten und eine gelenksschonendere Sportart wählen.

 

Regeneration und Erholung

Im Sport gilt eigentlich genau dasselbe wie in unserem Leben: Wir brauchen regelmäßig Erholungspausen, um unsere Batterien wieder aufzuladen. Wer sich im Sport abmüht und anstrengt, der möchte gerne auch von den Früchten seiner Anstrengungen profitieren. Wer aber beim Trainieren immer nur Vollgas gibt und zu wenig auf seine Erholung achtet, für den kann der Schuss auch nach hinten losgehen: Anstelle von mehr Leistungsfähigkeit und gesundheitlichem Nutzen durch den Sport will sich die Leistung nicht verbessern, denn die Trainingsanpassung geschieht nicht im Training selbst, sondern in der Zeit, die zwischen den einzelnen Trainingseinheiten liegen. Richtige und zur rechten Zeit angewandte Regenerationsmethoden helfen dabei, die Anpassungsprozesse zu unterstützen und zu optimieren, damit sich unser Training lohnt (Prinzip der Superkompensation). Sport, körperliche Belastung und Regeneration bilden in der Trainingsplanung eine nicht voneinander zu trennende Einheit. Ein Sportler weiß, dass für den Verlauf und Erfolg der Regeneration seine Eigeninitiative gefragt ist. Generell gilt: Je anstrengender die sportliche Betätigung, umso mehr Regeneration braucht der Körper. Bei der Trainingsplanung sollte man berücksichtigen, dass man nicht immer die gleichen Übungen bzw. konditionellen Fähigkeiten trainiert, sondern auch etwas Abwechslung ins Training bringt. Die Belastungskurve sollte wellenförmiger Art sein. Bei einem ein- bis dreimaligen Training pro Woche ist zum Beispiel die Grundlagenausdauer (aerobe Fähigkeit) eine entscheidende Komponente der Regeneration. Je besser diese ausgebildet ist, umso schneller erholt man sich von einer Trainingseinheit bis zur nächsten. Am besten wäre es, wenn zwischen den Trainingseinheiten jeweils ein freier Tag läge. Bei einem normalen Training genügt dem menschlichen Organismus in der Regel ein Tag Ruhe, um am nächsten Tag wieder trainieren zu können. Dabei geht es nicht nur um körperliche Erholung, sondern auch um den wichtigen psychologischen Bereich. Körper und Geist sind stets miteinander verbunden. Körperliche Belastung und körperlicher Stress können sich auch immer auf die Psyche auswirken, und umgekehrt können sich psychische Belastungen und psychischer Stress auch körperlich bemerkbar machen. Leider wird das häufig vergessen. Es haben sich verschiedene aktive und passive Regenerationsmaßnahmen bewährt: Passive Maßnahmen wie z.B. Massagen oder Saunagänge können die Muskeldurchblutung zum Teil um das Fünffache steigern. Bei den aktiven Maßnahmen muss der Sportler selbst etwas tun. Durch auslaufen, ausradeln oder Dehnungsübungen lässt sich die Durchblutung um das mehr als Zehnfache steigern, wodurch die Regeneration in der Muskelzelle noch intensiver ist. Dazu genügen – je nach Intensität und Dauer des Trainings – erfahrungsgemäß ca. 7–10 Minuten, bei einem Pulsschlag in der individuellen REKOM-Zone. Danach können ein paar aktiv-dynamische Dehnungsübungen oder passiv-statische Dehnungsübungen zur Muskeltonussenkung erfolgen.

Nach dem Duschen kann man sowohl die Beine als auch (je nach Sportart) die Arme für ca. 2–3 Minuten mit kaltem Wasser umspülen oder sich in ein Eisbad setzen. Diese Anwendungen haben eine sehr gute regenerative Wirkung. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Regeneration ist die Ernährung. Eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung, ballaststoffreich sowie vitamin- und mineralstoffreich, ist essentiell. Die ersten 45 Minuten nach Belastungsende sind eine sehr sensible Phase, in der ein Sportler mit relativ einfachen Mitteln die Regeneration durch Ernährung positiv beeinflussen kann, dies sollte möglichst der Reihe nach geschehen: 1. Wiederauffüllen des durch das Schwitzen reduzierten Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalts, 2. Wiederauffüllen der Zuckerspeicher im Muskel, 3. Wiederaufbau von zerstörtem Muskeleiweiß. Da sich die Anpassung an das Training nicht im Training selbst, sondern in den Stunden zwischen den Trainingseinheiten abspielt, ist die Ernährung in dieser Zwischenzeit ein entscheidender Faktor, der richtig genutzt werden muss. Alkohol in der ersten Zeit unmittelbar nach der Belastung sollte vermieden werden, da Alkohol ein Zellgift ist und die Regeneration zum Teil massiv behindert sowie Anpassungserscheinungen teilweise zunichte macht. 2-3 Stunden vor dem schlafen gehen sollte man keine Arbeiten am Computer oder Laptop mehr machen und nicht zulange mit dem Handy spielen, denn das blaue Licht welches wir durch diese Geräte über unsere Augen empfangen, kann die Schlafqualität negativ beeinflussen, und damit sind wir beim letzten aber wichtigsten Faktor für eine gute Erholung, beim Schlaf. Erst wenn wir gut und ausreichend schlafen kann sich der Körper voll und ganz erholen, denn erst im völligen Ruhezustand kann der Körper ungestört und effizient jene Stoffwechselprozesse aktivieren, die unsere Energietanks wieder füllen.

Infos und Tipps über Ernährung für Sportler findet man auf meiner website unter http://www.personal-gforce.at/ernaehrung-im-sport/

Reinhard Gossner

 

Activate your Body

STOFFWECHSEL AKTIVIERUNG


AYB = ein sehr effektives und gesundes Programm für alle die dauerhaft abnehmen wollen, mit überschüssigen Kilos kämpfen oder ihren Körper einfach einmal von innen reinigen möchten

AYB = Stoffwechsel-Regulierung und Aktivierung, basierend auf gesunder Ernährung und Nährstoff-Optimierung, mit vielen positiven Effekten für deinen Körper und deine Gesundheit

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Wieso Sport dabei nicht zwingend notwendig ist, verrate ich dir in diesem Video

Wenn du mehr über dieses Programm wissen willst, dann kontaktiere mich  oder schreibe  einfach JA ins Kommentarfeld (am Ende dieser Seite) und ich schicke dir weitere Infos – unverbindlich und kostenlos ! 

Du brauchst noch mehr Überzeugung? – schau dir unten einfach die Erfahrungsberichte von den Personen an, die das Programm schon erfolgreich umgesetzt haben

Weitere Berichte findest auf der FB-Seite Abnehm-Challenge


Bericht von Fischler Matthias aus Westendorf: Ich habe in den ersten 4 Wochen bereits 12 kg abgenommen und halte mein Gewicht bis jetzt ganz locker. Die Umstellung ist mir eigentlich leicht gefallen, weil ich nie hungern musste.  Psychsich und physisch fühle ich mich wesentlich wohler und hab auch viel mehr Energie! Das Programm hält was es verspricht und ich kann es nur jedem weiterempfehlen. TOP !!!


Sabrina E. aus Westendorf – Zwischenbericht (nach 4 Wochen)


Miranda B. aus Westendorf


Karin H. aus St. Johann


Hans Schwaiger aus Westendorf

Gerry Krenn aus Westendorf

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Wenn du mehr über dieses Programm wissen willst, dann kontaktiere mich  oder schreibe  einfach JA ins Kommentarfeld (unten) und ich schicke dir weitere Infos – unverbindlich und kostenlos ! 

 

Wie Alkohol auf den Stoffwechsel wirkt

Weihnachten, Neujahr und zahlreiche andere Feiertage und Festivitäten sind Anlässe an denen man gerne einmal ein Gläschen oder zwei in gesellschaftlicher Runde trinkt. Daran ist grundsätzlich nichts falsch, solange alles im gesunden Rahmen bleibt. In Reinform ist Alkohol eine farblose, brennend schmeckende, leicht entzündliche Flüssigkeit (Chemisch: Ethanol). Was genau ist Trinkalkohol und wie wirkt er sich auf die körperlichen Funktionen aus? Gewonnen wird Alkohol z.B. durch Gärung von Zuckerarten. Um sein Herz zu schützen, ist es nicht unbedingt nötig, Rotwein zu trinken. Es gibt die Annahme, dass Flavonoide und Resveratol im Rotwein eine schützende Wirkung auf das Herz ausüben und daher als gesund gelten. Diese Stoffe befinden sich auch in Trauben, Äpfeln, Himbeeren und Pflaumen. Alkohol enthält nach Fett die meisten Kalorien. 1g Alkohol liefert 7 kcal Energie. Unter  Betrachtung der Kalorienmenge können ein paar Bier am Abend eine ganze Mahlzeit ersetzen. 0,3 Liter Bier enthalten ca. 150 kcal und ein Glas Sekt hat etwa 200 kcal. Das regelmäßige Glas Wein zum Essen vermindert also auch den Erfolg beim Abnehmen und der klassische Bierbauch ist kein Gewebe aus Hopfen und Malz, sondern eine übermäßige Ansammlung aus Fettgewebe. Dieses übermäßige Bauchfett umhüllt auch die inneren Organe (med.: viszerales Fett genannt) kann in großen Mengen und auf Dauer zu Herz-Kreislaufkrankheiten führen oder das Risiko für Krebs fördern. Wie sieht es mit dem so hoch gelobten „Verdauungsschnapserl“ aus? Das angenehme, wohlig warme Gefühl im Magen resultiert aus einer kurzzeitigen Mehrdurchblutung des Magens. Der Stoffwechsel arbeitet dadurch weder besser, noch schneller. Im Gegenteil: Alkohol hemmt die Verdauungsenzyme und verlangsamt somit alle weiteren Verdauungsprozesse. Deshalb sollte man den Genuss von alkoholischen Getränken, insbesondere in Verbindung mit einer fettreichen Mahlzeit, möglichst vermeiden. Harte Alkoholika wie z.B. Schnaps gehen im Magen direkt ins Blut über und beeinflussen im Gehirn Areale, die für die Verdauung zuständig sind. Der Körper ist in erster Linie mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt, anstatt die Nahrung zu verdauen. So wird die Verdauung im Magen verzögert und der Weitertransport der Nahrung in den Dünndarm gehemmt. Hochprozentiger Alkohol vermittelt deshalb ein wohliges und entspannendes Gefühl nach einem deftigen Essen, da Alkohol die Blutgefäße erweitert und eine entspannende Wirkung auf Muskelzellen ausübt. Da der Magen ein Muskel „par excellence“ ist, entspannt er sich, das unangenehme Völlegefühl wird dadurch weniger und ein trügerisches Gefühl der Erleichterung setzt ein. Die magenstimulierende Wirkung des hochprozentigen Digestifs ist also ein Mythos. Damit der Hosenbund nach einem üppigen Mahl nicht spannt, bietet sich eine Tasse Tee an. Ideal sind z. B. Salbei,- Fenchel- oder Pfefferminztee, denn die ätherischen Öle der Kräuter wirken verdauungsfördernd. Auch Kaffee wirkt positiv auf die Verdauung, sofern dieser in Reinform (ohne Milch und Zucker) genossen wird. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft tut es aber auch. Warum aber wirkt Alkohol so schädigend auf das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers, die Leber? Da Alkohol als Zellgift viele Zellstoffwechselprozesse stört, räumt die Leber dem Alkoholabbau oberste Priorität ein. Eine gesunde Leber baut ca. 0,15 Promille Alkohol pro Stunde ab. Alle anderen Aufgaben der Leber werden in dieser Zeitspanne vernachlässigt. Übermäßiger und dauerhafter Alkoholkonsum führt unweigerlich zur Fettleber, durch Blockierung des internen Leberstoffwechsels. Generell hemmt Alkohol viele weitere Stoffwechselprozesse und beeinträchtig somit die Gesundheit: Er fördert die Harnsäurebildung was zu möglichen Gichtanfällen in den Gelenken führen kann. Durch die dauerhafte und zu hohe Zufuhr von Kohlenhydraten (Alkohol sind Kohlenhydrate) macht der Körper bei einem leichten Zuckerabfall aus Muskelgewebe (Eiweiß) Glucose. Bei diesem Vorgang (medizinisch: Gluconeogenese) nutzt der Körper vorzugsweise die Rückenmuskulatur. Die Folgen sind Probleme mit den Bandscheiben und Rückenschmerzen. Alkohol hemmt die Bildung des Wachstumshormons (STH). Es kommt dadurch zu Zellstoffwechselstörungen mit mangelnder Regeneration, Immunschwäche, Arteriosklerose und Osteoporose. Alkohol hemmt den Muskelaufbau, da weniger Testosteron gebildet wird. Alkohol vermindert die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr. Die Folgen sind eine verminderte Zellerneuerung. Durch ständigen Alkoholkonsum kommt es unweigerlich zur katabolen Stoffwechselentgleisung (mangelnder Aufbau und Regeneration des Stoffwechsels). Alkohol kann im Allgemeinen die Stimmung heben und den Eindruck erwecken, dass das Leben leichter wird. Allerdings nimmt diese Wirkung mit der Zeit in dem Maße ab, in dem sich der Körper an den Alkohol gewöhnt. Dies kann bei ständig steigendem Alkoholkonsum schließlich zur Sucht führen, und man ist schneller davon abhängig als man glaubt. Wieso Hochprozentiges in der heutigen Zeit noch immer überall und legal gekauft werden kann, ist mir ein Rätsel, wenn man bedenkt welche gesundheitlichen Schäden dieser anrichten kann. Umso wichtiger ist es, dass unsere Kinder über dieses Thema gut informiert werden, genauso wie man über illegale Drogen aufgeklärt sein soll, sollte man über die verehrenden Folgewirkungen von Alkohol und Alkoholsucht aufgeklärt sein, zum Wohle der Gesundheit!

Reinhard Gossner

Quellen: https://www.gesund-aktiv.com/wissenswertes/ist-alkohol-fuer-den-stoffwechsel-gesund

http://www.forum-ernaehrung.at/artikel/detail/news/detail/News/foerdert-schnaps-die-verdauung/

Sport und Bewegung im Alter

Für Sport und Bewegung ist es nie zu spät. Auch wer erst im höheren Alter anfängt, kann damit seine Aussichten auf einen gesunden Lebensabend erheblich steigern.

Eines der wichtigeren Lebensziele das wir bestimmt alle gemeinsam haben, ist das Altern bei guter Gesundheit, bzw. gesund bleiben bis ins (höhere) Alter. Dabei versteht man in der Regel ein Leben ohne chronische Krankheit, ohne größere physische Einschränkungen sowie eine gute mentale Gesundheit und die Fähigkeit zu sozialen Kontakten. Der Mensch wird im Alter tendenziell eher träge und faul, um Energie zu sparen. Je weniger Bewegung der Körper aber erfährt, umso schwieriger werden alltägliche Bewegungsabläufe. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich auch die Stoffwechselaktivität, Bänder, Gelenke und Sehnen sind nicht mehr so beweglich und flexibel und die Muskulatur schwindet (der menschliche Körper beginnt bereits ab Mitte des 20. Lebensjahres Muskelmasse abzubauen). Natürliche und funktionelle Bewegungsmuster die wir im Kindesalter erlernt haben werden immer schwieriger oder gar unmöglich. Zudem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten wie Osteoporose, Diabetes oder Arthrose. Rücken-und Gelenksbeschwerden sind fast schon normal. Die einzige wirkungsvolle Methode um solchen Beschwerden langfristig entgegenzuwirken, ist es, sich gesund zu ernähren und seine Fitness zu trainieren. Besonders die Rumpf- und Haltemuskulatur gilt es immer wieder gezielt zu stärken. Dabei sollte man sich von in einem qualifizierten Physiotherapeuten oder Personal Trainer betreuen zu lassen. Der Vorteil dabei ist, dass man in die Bewegungsabläufe genauestens eingeführt wird und keine Angst vor Verletzungen zu haben braucht. Außerdem lernt man wie man diese Übungen auch alleine zu Hause durchführen kann. Auf diese Weise könnte man auch das Gesundheitssystem erheblich entlasten. Bei Vorerkrankungen wie etwa Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck o.ä. sollte eine Bewegungstherapie in Form von Sport vorher mit einem Arzt geklärt werden. Er kann dann eine Bewegungsempfehlung geben. So eignet sich z.B. ein gezieltes Kraft- und Bewegungstraining zur Vorbeugung oder Therapie bei Osteoporose. Der trainierte Muskel setzt dabei einen Reiz im Knochen, wodurch der Aufbau von neuer Knochensubstanz angeregt wird. Bei sogenanntem Alterszucker (Diabetes 2) kann auch durchaus ein moderates Krafttraining betrieben werden. Dieses hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, indem der Stoffwechsel angeregt wird. Damit man dabei nicht Gefahr läuft in eine Unterzuckerung zu geraten, gilt es anfangs die Intensität niedrig zu halten und erst langsam steigern. Auch hier sollte man sich gut beraten lassen, denn die meisten Fehler macht man am Anfang mit einer falschen Technik und zu hohen Intensität. Ein Gefühl für die richtige Dosis bekommt man automatisch mit der Zeit. Auch bei einer Gelenks-Arthrose ist Krafttraining sinnvoll, sofern eine schmerzfreie Bewegung möglich ist. Das Muskeltraining hilft dabei die Gelenke in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, denn je besser die Muskeln trainiert werden, desto besser werden die Gelenke durch diese stabilisiert und durchblutet, was gleichzeitig zu einer besseren Nähstoffversorgung im Gelenk führt und Beschwerden lindern kann. Eines der besten Sportarten und Bewegungsformen ist schwimmen. Beim Schwimmen wird der gesamte Körper gefordert ist, das Herz-Kreislauf-System gefördert und die Gelenke entlastet. Wichtig dabei ist die richtige Schwimmtechnik. Z.B. soll das klassische Hausfrauen-Brustschwimmen (wobei der Kopf immer aus dem Wasser ragt) möglichst vermieden werden: Durch das ständige Kopf-hochhalten entsteht ein erhöhter Tonus in der Nackenmuskulatur, was wiederum zu Verspannungen und Beschwerden im Nacken-und Schulterbereich führen kann. Wandern, Nordic Walking und Ski-Tourengehen gehören zu den beliebtesten Betätigungen und Bewegungsformen in unseren Breitengraden und nicht nur bei Senioren besonders beliebt. Durch diese Sportarten beugt man Stoffwechselkrankheiten vor und stärkt das Immunsystem (Bewegung in der Natur). Auch chronische Gelenkbeschwerden können positiv beeinflusst werden. Der Vorteil vom Wandern gegenüber einem normalen Spaziergang besteht darin, dass es bergauf und bergab geht. Diese Höhenunterschiede regen den Stoffwechsel stärker an, als wenn man auf einer geraden Strecke laufen würde. Vorsicht beim bergabgehen! Dabei können ungewohnt hohe Kräfte auf das Hüft, Knie und Sprunggelenk wirken. Die Muskeln müssen dabei das Ganze Gewicht des Körpers exzentrisch abbremsen und der Muskelkater in der Gesäß -und Beinmuskulatur kommt daher meist vom bergabgehen. Um die Gelenke zu schonen und die Muskulatur zu unterstützen, sollte man unbedingt Wanderstöcke verwenden, zudem geben diese im Gelände zusätzlichen Halt. Diese und andere Sportarten können aber auch einseitige Abnutzungen und muskuläre Dysbalancen hervorrufen, deshalb sollt man immer für ein wenig Abwechslung sorgen. Ein ergänzendes Fitness – und Krafttraining sollte dabei ein fixer Bestandteil eines jeden Ausdauer – und Bergsportlers sein. Welche Sportart oder Bewegungsform man auch wählt ist egal. Wichtig ist, dass man sich bewegt, um so körperlichen Beschwerden vorzubeugen und entgegenzuwirken um bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig zu sein.

Author: Reinhard Gossner

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind eine weit verbreitete Volkskrankheit mit massiven Kosten für das Gesundheitssystem. Viele Österreicher über 20 leiden bereits an Rückenschmerzen oder haben Probleme mit dem Rücken. Der Grund für die Beschwerden kann sehr simpel aber auch extrem kompliziert sein, was Betroffene häufig jahrelang erfolglos von Arzt zu Arzt laufen lässt. Zu den häufigsten Gründen gehören bekannterweise Übergewicht und Bewegungsmangel, denn das Dasein als Couch-Potatoe, ist für die menschliche Wirbelsäule das Schlimmste. Aber auch beruflich bedingte, einseitige Belastungen ohne Ausgleich schaden dem Kreuz. Sitzen ist auch eine einseitige Belastung – besonders dann, wenn man es stundenlang macht. Deshalb sollte man im Büro beispielsweise beim Telefonieren aufstehen oder auch auf Stehtischen arbeiten. Problematisch wird Sitzen dann, wenn der Rücken immer in der gleichen Position bleibt. Er gewöhnt sich an eine für Ihn falsche Haltung und Aufgabe und degeneriert. Früher hieß es, dass man sich schonen soll, wenn man Rückenschmerzen hat. Heute weiß man dass es ratsam ist in Bewegung zu bleiben. Auch bei Abnützungen und Knorpelschäden ist Bewegung anzuraten. Zudem schwächen lange Schonungsphasen die Belastbarkeit und die Muskulatur massiv. Aber auch Sportler können durch jahrelange einseitige Belastungen (bedingt durch ihre Sportart) Rückenprobleme bekommen. Rückenschmerzen können aber auch psychisch bedingt auftreten, wobei man oft nicht weiß, was zuerst da war. Wer chronische Beschwerden im Kreuz hat und immerzu an Schmerzen leidet, ist automatisch auch psychisch belastet, und die Motivation sich zu bewegen ist dann noch schwieriger, – ein Teufelskreis. Aber auch die Psyche (z.B. durch innerlichen Stress) kann körperliche Prozesse auslösen, was zu extremen Verspannungen im Nacken und Rücken führen kann. Wirbel, Gelenke und Strukturen nützen sich mit zunehmendem Alter ab. Das sind normale, altersbedingte Abnützungen. Aber Abnützung heißt nicht unbedingt, dass Schmerzen vorhanden sein müssen. Auch wenn man meint einen unzerstörbaren Körper zu haben, kann der Schmerz von heute auf morgen kommen. Deshalb rate ich jedem (auch Sportlern) sich die großen Gelenke wie Knie- Hüft und Sprunggelenk, sowie die Wirbelsäule regelmäßig untersuchen zu lassen, um mögliche Schäden zu erkennen und frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Was hilft nun wirklich gegen diese Volkskrankheit, und wie kann man vorbeugen? Die Antwort lautet: Bewegung, bzw. gezieltes Kraft-und Beweglichkeitstraining sind immer noch die sinnvollste Methoden um Rückenschmerzen vorzubeugen und auf Dauer entgegenzuwirken. Dies wurde in unzähligen Studien bewiesen und das kann heute auch jeder Mediziner und Physiotherapeut bestätigen. Nutzen Sie die Angebote an speziellen Fitness-und Bewegungskursen, oder bei Trainern oder Therapeuten. Man sollte nicht zu spät damit beginnen regelmäßig seine Wirbelsäule in Form von gesunder Bewegung in Schwung zu halten, denn die Wirbelsäule ist ein Wunderwerk der Evolution und will bewegt werden.

Ein paar Zahlen dazu: Im Jahr 1973 ergab eine Untersuchung, dass 14,8 Prozent der Österreicher Rückenschmerzen haben. Bei einer Befragung im Jahr 2006/2007 waren es 34,3 Prozent. Die Kosten durch Therapien und Arbeitsausfälle in Österreich wurden auf vier bis sechs Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Seitdem wurde keine derartige Befragung oder Erhebung mehr durchgeführt. Man kann diese Zahlen nur erahnen. Chronische Rückenschmerzen sind in den westlichen Industrienationen inzwischen die teuerste Diagnose überhaupt, sie kosten das Gesundheitssystem mehr als alle Krebserkrankungen zusammen. Heute haben diese Beschwerden auch schon viele Kinder und Jugendliche erfasst, weil Bewegungsmangel ein Phänomen unserer Zeit geworden ist. Hinzu kommt ein akutes Problem der neuen, mobilen Netz-Gesellschaft. Das permanente Starren auf das Handy oder Tablet ist weder für Augen noch Rücken gesund und das Handy-Gnack könnte bald zur nächsten großen Volkskrankheit werden. Die technische Entwicklung, so toll und hilfreich sie auch sein mag, wird fatale Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unsere Umwelt und unser gesamtes soziales Umfeld haben. Ich bezweifle hier den Aspekt des menschlichen Fortschritts, es ist vielmehr der Beginn der totalen menschlichen Verblödung

 

Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.  –  Albert Einstein

Quellen: Statistik Austria / www.nachrichten.at/nachrichten/gesundheit/Volkskrankheit-Kreuzweh